Janine – Erfahrungsbericht

Am 02.09.2025 war ich bei meinem Arzt. Dieser stellte fest, dass ich vermutlich eine Zyste am rechten Eierstock habe, und bat mich, mich mit einer Einweisung und Überweisung schnellstmöglich in einem nahegelegenen Krankenhaus vorzustellen.

Ich bekam zeitnah einen Termin, um die Zyste entfernen zu lassen. Während der Operation am 12.09.2025 stellte sich jedoch heraus, dass das Gewebe nicht wie eine Zyste aussah. Der Arzt entschied daher, lediglich eine Gewebeprobe zu entnehmen.

Der pathologische Befund ergab anschließend, dass es sich um ein PMP Low Grade handelt. Diese Diagnose erhielt ich am 19.09.2025.

Daraufhin wurde ich an die MHH vermittelt. Dort wurde ich am 04.11.2025 von einer Professorin aus Berlin mittels CRS und HIPEC operiert.

Im Vorfeld führte die Professorin ein sehr ausführliches Gespräch mit mir. Zudem wurde ich zu verschiedenen Untersuchungen geschickt, darunter ein CT, ein MRT, ein Lungenfunktionstest sowie eine Untersuchung beim Kardiologen. Nachdem alle Ergebnisse unauffällig waren, wurde die Operation freigegeben.

Zum Zeitpunkt der Operation war ich 35 Jahre alt. Der Eingriff dauerte insgesamt etwa 10 Stunden, inklusive HIPEC. Dabei wurden mehrere Organe entfernt: ein 12 cm großer Tumor, der Blinddarm, die Gallenblase, beide Eierstöcke, die Eileiter, die Gebärmutter (inklusive Gebärmutterhals) sowie Teile des Bauchfells und des Darms.

Leider kam es in der ersten Nacht zu Komplikationen, da die Schmerzpumpe nicht korrekt angeschlossen war und das Schmerzmittel vollständig ins Bett lief. Mir ging es daraufhin sehr schlecht, und ich erhielt zwei Bluttransfusionen. Nach zwei Tagen auf der Intensivstation wurde ich auf die Normalstation verlegt.

Auch dort traten Komplikationen auf, diesmal im Zusammenhang mit dem Katheter. Nachdem diese behoben wurden, wurde ich vorübergehend künstlich ernährt, und anschließend verlief die Genesung deutlich schneller.

Am 07.11.2025 konnte ich erstmals wieder auf dem Flur laufen, und am 09.11.2025 ging ich zum ersten Mal wieder alleine. Bereits am 11.11.2025 durfte ich das Krankenhaus verlassen, da ich sehr gute Fortschritte gemacht hatte.

Zuhause heilt man doch am besten – man muss sich jedoch schonen und viel Hilfe in Anspruch nehmen.

Im März 2026 absolvierte ich meine Reha.

Heute blicke ich gemeinsam mit meiner Familie positiv in die Zukunft und bin sehr glücklich, zwei Kinder zu haben.